Soziale Unterstützung und Gesundheitsverhalten: Wie gut gemeinte Unterstützung zu kompetenter Unterstützung werden kann.
Von Urte Scholz, Universität Zürich und Gertraud (Turu) Stadler, University of Aberdeen
Soziale Unterstützung scheint ausschließlich positiv zu sein. Was könnte schlecht an etwas Hilfe sein? Jemanden zu haben, der gesunde Mahlzeiten kocht, wenn man versucht, sich gesünder zu ernähren, oder getröstet zu werden, wenn man sich niedergeschlagen fühlt, weil der letzte Versuch, mit dem Rauchen aufzuhören, nicht so gut geklappt hat? Diese Szenarien lassen uns bereits erahnen, dass guten Absichten, jemanden zu unterstützen, möglicherweise nicht ausreichen. Ihr Partner / Ihre Partnerin, der/die für Sie gesunde Mahlzeiten kocht, oder Ihre Schwester, die Sie mit Diät-Tipps überhäuft, können Ihnen auch das Gefühl geben, dass diese Personen besser als Sie wissen, was gut für Sie ist. Haben Sie um Unterstützung gebeten? Trauen diese Personen Ihnen eventuell nicht zu, dass Sie sich selbst gesund ernähren können? Ist soziale Unterstützung bei der Verhaltensänderung also wirklich immer eine gute Sache? Dieser Text soll Praktiker/ innen dabei helfen, ihre Klient/ innen zu beraten, wie hilfreiche soziale Unterstützung zustande kommen kann. Dafür definieren wir erst einmal, was soziale Unterstützung ist und was sie nicht ist.
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