Lost (and found) in translation: Effektive Kommunikation mit Patient*innen
Von Zuzana Dankulincova, Pavol Jozef Safarik Universität, Slowakei
Die meisten Wissenschaftler*innen sind sich zwar bewusst, dass die Verbreitung von Studienergebnissen Teil ihrer ethischen Verantwortung gegenüber den Studienteilnehmer*innen ist (und wünschen sich, dass ihre Forschungsergebnisse klare, praktische Implikationen haben), doch kann der Übergang von der Kenntnis der Ergebnisse zur breiten Anwendung lange dauern. Wissenschaftliche Erkenntnisse werden nicht immer in der täglichen Praxis angewandt; und wenn doch, dann geschieht dies in der Regel nicht konsequent oder systematisch.
Warum ist das so? Die schiere Anzahl von Studien, Interventionen und Empfehlungen, die es zu beachten gilt, kann für Gesundheitsdienstleistende überwältigend sein. Überlegen Sie sich bei der Durchsicht von Erkenntnissen und Empfehlungen, wie relevant die Erkenntnisse für Ihren lokalen Kontext sind. Ist der, in den Empfehlungen der Studien beschriebene, Kontext mit dem Ihren vergleichbar? Verfügen Sie über alle notwendigen Mittel, um die Empfehlungen umzusetzen, oder fehlt es Ihnen an erforderlichen Ressourcen und Fähigkeiten? Haben Ihre Patient*innen was sie zur Umsetzung der Empfehlungen benötigen? Selbst die am besten konzipierte und vielversprechendste Intervention wird nicht wirksam sein, wenn sie nicht zu Ihren Patient*innen und Ihrem Umfeld “passt”. Zum Beispiel könnte es problematisch sein, Patient*innen ohne Smartphone beziehungsweise ohne Computer oder mit geringen digitalen Kenntnissen eine E-health Intervention zu empfehlen.
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