{"id":400,"date":"2017-03-12T07:47:38","date_gmt":"2017-03-12T07:47:38","guid":{"rendered":"http:\/\/practicalhealthpsychology.com\/?p=400"},"modified":"2025-11-04T14:48:56","modified_gmt":"2025-11-04T14:48:56","slug":"e-health-hypes-and-hopes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/practicalhealthpsychology.com\/de\/2017\/03\/e-health-hypes-and-hopes\/","title":{"rendered":"E-health: Zwischen Hype und Hoffnung"},"content":{"rendered":"<p><em>Rik Crutzen, Maastricht University, The Netherlands<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Heutzutage benutzt fast jede*r st\u00e4ndig das Internet f\u00fcr diverse Aktivit\u00e4ten: vom Lebensmitteleinkauf bis hin zum Versenden eines lustigen Katzenbildes an Freunde am anderen Ende der Welt. Alles ist m\u00f6glich. Zus\u00e4tzlich wird das Internet immer h\u00e4ufiger f\u00fcr \u00a0Gesundheitsthemen genutzt \u2013 das nennt sich dann E-health.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Was ist e-health? <\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.jmir.org\/2001\/2\/e20\/\">\u2018E-health\u2019<\/a> bezeichnet Gesundheitsdienste und Informationen, die \u00fcber das Internet und verwandte Technologien bereitgestellt oder erweitert werden. Innerhalb der Gesundheitspsychologie besch\u00e4ftigt sich E-health vor allem mit einer breiten Palette an Interventionen, um Gesundheitsverhaltensweisen zu ver\u00e4ndern, wie zum Beispiel mehr Sport zu machen oder mit dem Rauchen aufzuh\u00f6ren. Schon seit der Jahrhundertwende existiert <a href=\"http:\/\/www.jmir.org\/2013\/7\/e146\/\">\u00dcberblicksliteratur<\/a>, aus der hervorgeht, dass Interventionen, die \u00fcber das Internet vermittelt werden, wirksam sein k\u00f6nnen. Es ist jedoch wichtig, dass der Entwicklungsprozess solcher Interventionen <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Intervention_mapping\">auf wissenschaftlicher Evidenz und auf Theorien<\/a> beruht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Vorteile von Internet vermittelten Interventionen<\/strong><\/p>\n<p>Das Benutzen des Internets oder verwandter Technologien hat einige Vorteile. Zum Beispiel kann man im Internet im Vergleich zu face-to-face Interventionen anonym bleiben. Diese Anonymit\u00e4t kann bei Interventionen hilfreich sein, die Verhaltensweisen betreffen, die Scham ausl\u00f6sen (beispielsweise Kondomgebrauch oder \u00fcberm\u00e4\u00dfiger Alkoholgebrauch).<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen E-health Interventionen GPS-Daten nutzen, um Standort-spezifische Informationen anzuzeigen, z.B. wo in der N\u00e4he gesunde Ern\u00e4hrungsoptionen verf\u00fcgbar sind.<\/p>\n<p>Man sollte jedoch beachten, dass die beiden genannten Beispiele lediglich M\u00f6glichkeiten f\u00fcr E-health Interventionen sind, dass diese Vorteile aber nicht f\u00fcr alle durch das Internet vermittelten Interventionen gelten. Nur wenn ein Mangel an Anonymit\u00e4t oder Unwissen um die Verf\u00fcgbarkeit von gesunden Ern\u00e4hrungsoptionen tats\u00e4chlich Gr\u00fcnde daf\u00fcr sind, dass sich Menschen sind ungesund verhalten, helfen die genannten M\u00f6glichkeiten von E-health. Mit anderen Worten, die Merkmale des Mediums und die M\u00f6glichkeiten, die es bietet, sollten nur als Werkzeug betrachtet werden und nicht als Wundermittel.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Untersuchung der Nutzung von Internetseiten<\/strong><\/p>\n<p>Ein Vorteil aller Internet-Interventionen ist, dass sie die M\u00f6glichkeit bieten, die Nutzung der Seiten zu untersuchen: Daten dar\u00fcber k\u00f6nnen zum Beispiel einen detaillierten Einblick geben, an welcher Stelle die Nutzer*innen eine Webseite verlassen oder die Intervention abgebrechen. Dieses Wissen kann verwendet werden, um Interventionen an die Bed\u00fcrfnisse der Nutzer*innen anzupassen und das Auftreten und die Wahrscheinlichkeit positiver Interventionsergebnisse zu erh\u00f6hen. Dar\u00fcber hinaus liefern sie einen Einblick dar\u00fcber wie intensiv Besucher*innen die Interventionen nutzen (z.B. H\u00e4ufigkeit und Dauer) und was sie interessiert (z.B. welche Themen).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Zusammenfassung<\/strong><\/p>\n<p>E-health Interventionen bieten M\u00f6glichkeiten, die f\u00fcr die Gesundheitspsychologie sehr n\u00fctzlich sein k\u00f6nnen. Trotzdem sind sie kein Allheilmittel. Jede Ver\u00e4nderung des Gesundheitsverhaltens ist ein komplexer Prozess und wir sollten die gesamte Breite verf\u00fcgbarer Theorien und wissenschaftlicher Evidenz nutzen, um unsere Interventionen effektiver zu gestalten \u2013 sowohl online als auch offline.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Empfehlungen f\u00fcr die Praxis: <\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>E-health kann als Werkzeug zur Verhaltens\u00e4nderung genutzt werden. Dennoch ist es wichtig, Internet-basierte Interventionen systematisch (theorie- und evidenzbasiert) zu entwickeln, genau wie alle anderen Interventionen zur Verhaltens\u00e4nderung auch.<\/li>\n<li>Setzen Sie E-health nicht zum Selbstzweck ein: Die Merkmale eines Mediums und die M\u00f6glichkeiten, die es bietet, sollten immer zielgerichtet verwendet werden: man sollte immer abw\u00e4gen, warum man gerade dieses Medium und\/oder die M\u00f6glichkeiten, die es bietet, nutzen m\u00f6chte.<\/li>\n<li>Wenn Sie E-health einsetzen, untersuchen sie auch die Nutzung der Webseiten. Dies kann Ihnen dabei helfen, einen Einblick zu bekommen, wie Ihre Intervention genutzt wird und gibt wertvolle Hinweise zur Verbesserung der Intervention.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>\u00dcbersetzung: Janine Schreck, Lisa Marie Warner<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rik Crutzen, Maastricht University, The Netherlands Nowadays, people use the Internet all the time and for a wide range of activities: from buying groceries to showing a funny cat-picture to\u00a0a friend on the other side of the world. It is [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":299,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"_uf_show_specific_survey":0,"_uf_disable_surveys":false,"footnotes":""},"categories":[14,13],"tags":[11,12],"class_list":["post-400","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-e-health","category-interventions","tag-e-health","tag-interventions"],"translation":{"provider":"WPGlobus","version":"3.0.2","language":"de","enabled_languages":["en","id","my","bg","zh","hr","cz","da","de","es","fr","gr","he","it","ja","kr","lv","lt","hu","nl","no","pl","pt","ro","ru","sk","fi","sv","tr","uk"],"languages":{"en":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"id":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"my":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"bg":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"zh":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"hr":{"title":false,"content":false,"excerpt":false},"cz":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"da":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"de":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"es":{"title":false,"content":false,"excerpt":false},"fr":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"gr":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"he":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"it":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"ja":{"title":false,"content":false,"excerpt":false},"kr":{"title":false,"content":false,"excerpt":false},"lv":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"lt":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"hu":{"title":false,"content":false,"excerpt":false},"nl":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"no":{"title":false,"content":false,"excerpt":false},"pl":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"pt":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"ro":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"ru":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"sk":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"fi":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"sv":{"title":false,"content":false,"excerpt":false},"tr":{"title":false,"content":false,"excerpt":false},"uk":{"title":true,"content":true,"excerpt":false}}},"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/practicalhealthpsychology.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/400","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/practicalhealthpsychology.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/practicalhealthpsychology.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/practicalhealthpsychology.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/practicalhealthpsychology.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=400"}],"version-history":[{"count":35,"href":"https:\/\/practicalhealthpsychology.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/400\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4650,"href":"https:\/\/practicalhealthpsychology.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/400\/revisions\/4650"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/practicalhealthpsychology.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/299"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/practicalhealthpsychology.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=400"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/practicalhealthpsychology.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=400"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/practicalhealthpsychology.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=400"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}