{"id":1371,"date":"2019-09-07T08:13:33","date_gmt":"2019-09-07T08:13:33","guid":{"rendered":"http:\/\/practicalhealthpsychology.com\/?p=1371"},"modified":"2025-12-01T08:37:13","modified_gmt":"2025-12-01T08:37:13","slug":"raising-weight-in-a-consultation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/practicalhealthpsychology.com\/de\/2019\/09\/raising-weight-in-a-consultation\/","title":{"rendered":"Gewicht in einer \u00e4rztlichen Konsultation ansprechen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Von Jane Ogden, University of Surrey, UK<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Das Gewicht in einer \u00e4rztlichen Konsultation anzusprechen ist ein heikles Thema. Einige Patienten oder Patientinnen k\u00f6nnen die Worte \u201cSie k\u00f6nnten ein bisschen Gewicht verlieren\u201d bei jedem Arztbesuch nicht mehr h\u00f6ren, unabh\u00e4ngig davon, ob sie wegen Halsschmerzen, einem Geb\u00e4rmutterhalsabstrich oder einem m\u00f6glichen Herzproblem gekommen sind. Sie haben sich vielleicht ein Leben lang von \u00c4rzten und \u00c4rztinnen stigmatisiert gef\u00fchlt\u00a0 und denken, <\/span><a href=\"https:\/\/www.routledge.com\/The-Psychology-of-Dieting\/Ogden\/p\/book\/9781138501256\"><span style=\"font-weight: 400;\">dass das Einzige was alle immer sehen ihre K\u00f6rpergr\u00f6sse ist.<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> W\u00e4hrend dies bei einigen Personen so ist, haben andere ihr Gewicht vielleicht nie als ein Problem betrachtet und k\u00f6nnten darum beleidigt oder \u00fcberrascht sein, wenn sie darauf angesprochen werden. Einige Personen wollen vielleicht die Botschaft einfach nicht h\u00f6ren und das Gesagte blockieren, indem sie zum Beispiel denken: &#8220;Was weisst du schon &#8211; du bist d\u00fcnn \/ fett \/ zu jung \/ zu alt&#8221; oder &#8220;Wissenschaft ist immer falsch&#8221;.\u00a0 Es erfordert daher ein sorgf\u00e4ltiges Abw\u00e4gen von &#8220;wann&#8221;, &#8220;wie&#8221; und &#8220;was&#8221; zu einer \u00fcbergewichtigen Person gesagt wird.<\/span><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><b>Wann \u2026<\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Menschen verbringen einen Grossteil ihres Lebens mit den Fingern in ihren Ohren und haben die fabelhafte F\u00e4higkeit, nicht zu h\u00f6ren, was gesagt wird. Der erste Trick, um Botschaften Geh\u00f6r zu verschaffen, ist das Timing. Und gerade beim Gewicht ist es oft am besten, es an einen &#8220;<\/span><a href=\"https:\/\/journals.sagepub.com\/doi\/pdf\/10.1177\/1363459308094417\"><span style=\"font-weight: 400;\">lehrbaren Moment<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">&#8221; zu binden. Dies k\u00f6nnen neue Symptome sein wie Atemnot oder Gelenkschmerzen; die Diagnose einer Erkrankung wie Diabetes oder erh\u00f6hter Blutdruck; die Erw\u00e4hnung eines Lebensereignisses wie das bevorstehende &#8220;signifikante Alter&#8221; oder Ruhestand; oder erschwert gewordene Aspekte des Lebens, wie Treppen hochsteigen, das Tragen von Kindern oder das Binden von Schn\u00fcrsenkeln. Diese <\/span><a href=\"http:\/\/epubs.surrey.ac.uk\/811155\/13\/teachmomentMarks.pdf\"><span style=\"font-weight: 400;\">lehrbaren Momente<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> k\u00f6nnen dazu f\u00fchren, dass Menschen &#8220;ihre Finger aus den Ohren nehmen&#8221;. Wenn sich also ein solcher \u201elehrbarer Moment\u201c bei ihrem Patienten oder ihrer Patientin anbietet, packen Sie diesen und sprechen Sie das Problem des Gewichts an.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>Wie \u2026<\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Der n\u00e4chste Schritt ist jedoch nicht so leicht! Sollen Sie von \u201cdick\u201d, \u201cGewicht\u201d, \u201c\u00dcbergewicht\u201d oder sogar \u201cFettleibigkeit\u201d sprechen? Sollen Sie vorsichtig vorgehen und fragen: \u201cIst es okay, wenn wir uns \u00fcber Ihr Gewicht unterhalten?\u201c Oder sollen Sie direkter vorgehen, indem Sie sagen: \u201cSie m\u00fcssen Gewicht verlieren\u201d. <\/span><span style=\"font-weight: 400;\">Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">, jedoch ist mein Verst\u00e4ndnis der Beweislage in <\/span><a href=\"https:\/\/www.routledge.com\/The-Psychology-of-Dieting\/Ogden\/p\/book\/9781138501256\"><span style=\"font-weight: 400;\">\u201cPsychology of Dieting\u201c<\/span> <\/a><span style=\"font-weight: 400;\">wie folgt: Gesundheitsexperten und -expertinnen haben oft gr\u00f6ssere Angst vor dem Thema als die Patienten und Patientinnen selbst. Sie sollten das Problem offen ansprechen, auch wenn sie sich am liebsten davor dr\u00fccken w\u00fcrden. Das Wort &#8220;Fettleibigkeit&#8221; kann schockieren, aber ein kleiner Schock (nicht zu viel) kann hilfreich sein. Jeder Patient und jede Patientin ist anders, jeder Gesundheitsexperte oder -expertin anders, und jede Konsultation ist eine Dynamik zwischen zwei verschiedenen Menschen. So kommt es auf ein Urteil zum richtigen Zeitpunkt und die \u00dcbereinstimmung Ihrer Vorgehensweise mit dem, was Ihrer Meinung nach zu diesem bestimmten Patienten oder dieser bestimmten Patientin im Moment passen w\u00fcrde, an. Solange das, was Sie sagen, mit W\u00e4rme und Empathie gesagt wird, sollte es in Ordnung sein. <\/span><a href=\"http:\/\/www.nationalobesityforum.org.uk\/images\/stories\/PDF_training_resource\/in-depth-raising-the-issue.pdf\"><span style=\"font-weight: 400;\">Zum Beispiel<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> kann &#8220;Sind Sie sich bewusst, dass \u00dcbergewicht Ihren Blutdruck erh\u00f6hen kann&#8221; ein n\u00fctzlicher Ansatz sein, da es das Gewicht mit einem bestimmten Gesundheitsproblem in Zusammenhang bringt. Oder &#8220;Gewicht zu verlieren, k\u00f6nnte Ihrem R\u00fcckenproblem helfen&#8221; ist ein hilfreicher Anfang, da es die Gewichtsabnahme zur L\u00f6sung macht. Sobald das Gespr\u00e4ch begonnen hat, h\u00f6ren Sie aufmerksam zu und passen Sie das, was Sie sagen m\u00f6chten dem Gespr\u00e4ch an. Dies wird dabei helfen, eine Beziehung mit Zukunftsaussicht aufzubauen, so dass der Patient oder die Patientin wiederkommt und weitere Diskussionen stattfinden k\u00f6nnen. Ein guter Ort, um mehr dar\u00fcber zu erfahren, ist in <\/span><a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pmc\/articles\/PMC3776723\/\"><span style=\"font-weight: 400;\">Forschung<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> zu <\/span><a href=\"http:\/\/www.healthystartworkforce.auckland.ac.nz\/en\/our-education-programmes\/healthyconversations.html\"><span style=\"font-weight: 400;\">&#8220;Gesunde Gespr\u00e4che&#8221;<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> und <\/span><a href=\"https:\/\/www.makingeverycontactcount.co.uk\/\"><span style=\"font-weight: 400;\">&#8220;Jeder Kontakt z\u00e4hlt&#8221;<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>Was\u2026<\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Aber was dann? Nach der ersten Einleitung entscheidet das, was als n\u00e4chstes passiert, wie erfolgreich die Person bei der Gewichtsreduktion sein wird. Die n\u00e4chsten Schritte sollten dem Patienten oder der Patientin helfen, zu erkennen, dass <\/span><a href=\"http:\/\/epubs.surrey.ac.uk\/732545\/1\/Ogden%202008%20How%20consistent%20are%20beliefs%20about%20cause%20%20jubbpap.pdf\"><span style=\"font-weight: 400;\">sein\/ihr Gewicht ein Problem darstellt<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">; dem Patienten oder der Patientin helfen, zu verstehen, <\/span><span style=\"font-weight: 400;\">dass Gewicht damit zusammenh\u00e4ngt, was er\/sie tut <\/span><span style=\"font-weight: 400;\">(d.h. Verhalten und nicht Genetik, Hormone, Medikamente oder die Regierung &#8211; was auch immer die Wahrheit ist oder was geglaubt wird); den Patienten oder die Patientin bef\u00e4higen, das eigene Verhalten zu \u00e4ndern; den Patienten oder die Patientin dazu zu bringen dich gen\u00fcgend zu m\u00f6gen, dass er\/sie dir vertraut und zur\u00fcckkommen m\u00f6chte; und dem Patienten oder der Patientin schliesslich dabei helfen, sich bereit zu f\u00fchlen, eine Ver\u00e4nderung vorzunehmen.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Gewicht zu verlieren ist ein langwieriges Spiel. Es ist richtig, die Problematik des Gewichts anzusprechen. Um aber sicherzustellen, dass das Spiel ausgetragen wird, anstatt es zu beenden bevor es \u00fcberhaupt begonnen hat, sollte das \u201ewann\u201c, \u201ewie\u201c und \u201ewas\u201c ber\u00fccksichtigt werden.\u00a0\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>Praktische Empfehlungen<\/b><\/p>\n<ul>\n<li style=\"font-weight: 400;\"><i><span style=\"font-weight: 400;\">Wann<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\">, <\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">wie<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\"> und <\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">was<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\"> zu sagen sind die Schl\u00fcsselelemente<\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"font-weight: 400;\">W\u00e4hlen Sie Ihren Zeitpunkt sorgf\u00e4ltig \u2013 versuchen Sie das Thema Gewicht w\u00e4hrend eines \u201elehrbaren Moments\u201c anzusprechen<\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"font-weight: 400;\">Passen Sie Ihre Worte an die Sprache des Patienten oder der Patientin an und haben Sie keine Angst davor, das Problem des Gewichts offen anzusprechen.<\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"font-weight: 400;\">Ermutigen Sie Patienten und Patientinnen, die Rolle ihres eigenen Verhaltens f\u00fcr ihr Gewichtsproblem zu erkennen &#8211; aber mit Mitgef\u00fchl und ohne Vorw\u00fcrfe\u00a0<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p><i><span style=\"font-weight: 400;\">\u00dcbersetzt von Dr. Corina Berli und Laila Susin<\/span><\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>By Jane Ogden, University of Surrey, UK Weight is a tricky problem to talk about in a consultation. Some patients may be sick of hearing the words \u2018You could lose some weight\u2019 every time they visit the clinic: regardless of [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1374,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"_uf_show_specific_survey":0,"_uf_disable_surveys":false,"footnotes":""},"categories":[28],"tags":[],"class_list":["post-1371","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-communication"],"translation":{"provider":"WPGlobus","version":"3.0.2","language":"de","enabled_languages":["en","id","my","bg","zh","hr","cz","da","de","es","fr","gr","he","it","ja","kr","lv","lt","hu","nl","no","pl","pt","ro","ru","sk","fi","sv","tr","uk"],"languages":{"en":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"id":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"my":{"title":false,"content":false,"excerpt":false},"bg":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"zh":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"hr":{"title":false,"content":false,"excerpt":false},"cz":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"da":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"de":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"es":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"fr":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"gr":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"he":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"it":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"ja":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"kr":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"lv":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"lt":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"hu":{"title":false,"content":false,"excerpt":false},"nl":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"no":{"title":false,"content":false,"excerpt":false},"pl":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"pt":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"ro":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"ru":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"sk":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"fi":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"sv":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"tr":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"uk":{"title":true,"content":true,"excerpt":false}}},"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/practicalhealthpsychology.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1371","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/practicalhealthpsychology.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/practicalhealthpsychology.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/practicalhealthpsychology.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/practicalhealthpsychology.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1371"}],"version-history":[{"count":42,"href":"https:\/\/practicalhealthpsychology.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1371\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4668,"href":"https:\/\/practicalhealthpsychology.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1371\/revisions\/4668"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/practicalhealthpsychology.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1374"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/practicalhealthpsychology.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1371"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/practicalhealthpsychology.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1371"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/practicalhealthpsychology.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1371"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}