{"id":5017,"date":"2026-06-21T23:57:16","date_gmt":"2026-06-21T23:57:16","guid":{"rendered":"https:\/\/practicalhealthpsychology.com\/?post_type=module&#038;p=5017"},"modified":"2026-09-10T09:28:06","modified_gmt":"2026-09-10T09:28:06","slug":"module-3","status":"publish","type":"module","link":"https:\/\/practicalhealthpsychology.com\/de\/module\/module-3\/","title":{"rendered":"Pr\u00e4vention von COVID-19-Komplikationen bei Hochrisiko-Patient:innen durch Verhaltens\u00e4nderung"},"content":{"rendered":"<p><strong>Von David Simons, Pennsylvania State University; Ay\u015feg\u00fcl Bak\u0131r, Hacettepe University, T\u00fcrkei; Johanna Nurmi, University of Helsinki, Finnland<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">COVID-19 wird h\u00e4ufig als ein abgeschlossenes Kapitel betrachtet und vor allem als reine Atemwegserkrankung beschrieben. Doch die Erkrankung stellt weiterhin eine akute Belastung f\u00fcr den gesamten Organismus dar \u2013 besonders f\u00fcr Patientinnen und Patienten mit hohem Risiko und bestehenden kardiovaskul\u00e4ren, metabolischen, immunologischen oder respiratorischen Vorerkrankungen<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">. Bedrohlich ist nicht nur das Virus selbst, sondern auch die Kettenreaktion gesundheitlicher Entgleisungen, die es im K\u00f6rper ausl\u00f6sen kann.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Als Gesundheitsfachkr\u00e4fte kennen wir die klinische Dynamik: Menschen mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung oder interstitiellen Lungenerkrankungen haben ein stark erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr ein akutes Atemnotsyndrom<\/span><a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/nature05485\"><span style=\"font-weight: 400;\">. Diese Vulnerabilit\u00e4t wird durch metabolische Erkrankungen verst\u00e4rkt<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">: Bei schlecht eingestelltem Diabetes oder schwerer Adipositas pr\u00e4disponieren chronische Entz\u00fcndungen und endotheliale Funktionsst\u00f6rungen den K\u00f6rper f\u00fcr eine \u00fcberschie\u00dfende Entz\u00fcndungsreaktion. Die durch COVID\u201119 ausgel\u00f6ste Entz\u00fcndungsreaktion im gesamten K\u00f6rper kann dadurch leichter eine dekompensierte Herzinsuffizienz, ausgedehnte Mikrothrombosen oder ein akutes Nierenversagen ausl\u00f6sen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Bei immungeschw\u00e4chten Menschen schaffen eine fehlregulierte Immunantwort und verl\u00e4ngerte Virusausscheidung ein Hochrisiko\u2011Umfeld f\u00fcr zus\u00e4tzliche bakterielle Infektionen, die den Verlauf rasch verschlimmern k\u00f6nnen. Zudem treten vermehrt neurologische Komplikationen auf, darunter <\/span><a href=\"https:\/\/link.springer.com\/article\/10.1007\/s11011-024-01402-y\"><span style=\"font-weight: 400;\">akute Enzephalopathie<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> und <\/span><a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41572-020-00223-4\"><span style=\"font-weight: 400;\">Delir<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">. Gerade bei \u00e4lteren Menschen sind diese Folgen gravierend: Sie f\u00fchren oft zu einem pl\u00f6tzlichen und starken Einbruch in den Aktivit\u00e4ten des t\u00e4glichen Lebens, beeintr\u00e4chtigen die Selbstst\u00e4ndigkeit der Patientinnen und Patienten und machen eine dringliche Hospitalisierung sowie eine verl\u00e4ngerte intensivmedizinische Behandlung erforderlich.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die Belastung durch solche Komplikationen betrifft nicht nur die einzelne Person. Verliert ein \u00e4lterer Mensch infolge eines Delirs die funktionelle Ausgangsf\u00e4higkeit oder entwickelt eine immungeschw\u00e4chte Person eine sekund\u00e4re bakterielle Pneumonie, bleibt es selten bei einem kurzen Krankenhausaufenthalt. H\u00e4ufig sind komplexe Notfallinterventionen, eine multidisziplin\u00e4re Behandlung und nicht selten eine l\u00e4ngerfristige Rehabilitation erforderlich. Das erzeugt eine Kettenreaktion im Gesundheitssystem: Intensivstationen und geriatrische Stationen sto\u00dfen an Kapazit\u00e4tsgrenzen, nicht akute Eingriffe werden verschoben, und die kontinuierliche Versorgung anderer chronischer Erkrankungen leidet.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Der anhaltende Druck, solche vermeidbaren Verschlechterungen zu managen und komplexe Entlassungswege f\u00fcr Menschen zu organisieren, die abrupt ihre Selbstst\u00e4ndigkeit verloren haben, kann zudem zu Burnout und moralischer Belastung (Englisch: \u201e<\/span><a href=\"https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/abs\/pii\/S0272735809000920?via%3Dihub\"><span style=\"font-weight: 400;\">moral injury<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">\u201c) bei Gesundheitsfachkr\u00e4ften beitragen. Moralische Belastungen sind durch das Gef\u00fchl gekennzeichnet, in Handlungen verstrickt zu sein, die den eigenen ethischen oder professionellen Werten widersprechen. Burnout wiederum entsteht aus arbeitsbezogenen Stressoren zusammen mit emotionaler Ersch\u00f6pfung, Zweifeln an der eigenen Kompetenz und Produktivit\u00e4t sowie zunehmender Distanzierung im zwischenmenschlichen Kontakt. Beides kann <\/span><a href=\"https:\/\/www.frontiersin.org\/journals\/psychiatry\/articles\/10.3389\/fpsyt.2022.857134\/full\"><span style=\"font-weight: 400;\">Angst<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">\u2011<\/span><span style=\"font-weight: 400;\"> und Depressionssymptome<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> sowie <\/span><a href=\"https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/pii\/S0165178120311975?via%3Dihub\"><span style=\"font-weight: 400;\">somatische Beschwerden<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> verst\u00e4rken \u2013 und wirkt sich direkt auf die Patientensicherheit, die Absicht den Beruf zu verlassen und die <\/span><a href=\"https:\/\/journalhss.com\/wp-content\/uploads\/Chirico-Leiter-9-13.pdf\"><span style=\"font-weight: 400;\">Qualit\u00e4t der Versorgung<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> aus.<\/span><\/p>\n<p><b>Die Verhaltensbr\u00fccke<\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die L\u00fccke zwischen einer zun\u00e4chst milden Infektion und einer sp\u00e4teren Krankenhauseinweisung ist oft verhaltensbedingt. Warum suchen COVID-19 Hochrisikopatient:innen zu sp\u00e4t Hilfe \u2013 oder lehnen fr\u00fche antivirale bzw. immunmodulierende Therapien ab, obwohl sie dann am wirksamsten sind?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Psychologische Forschung zeigt, dass Menschen ihr Risiko in fr\u00fchen Krankheitsphasen h\u00e4ufig falsch einsch\u00e4tzen. Eine immunsupprimierte Person kann einen leichten Husten als normale Erk\u00e4ltung deuten und das sich schnell schlie\u00dfende Zeitfenster zur Vermeidung weiterer Komplikationen \u00fcbersehen. Ebenso sind \u00e4ltere Menschen in fr\u00fchen Phasen eines Delirs oft nicht in der Lage, ihren klinischen Abbau zuverl\u00e4ssig einzusch\u00e4tzen oder sich aktiv f\u00fcr ihre eigene Versorgung einzusetzen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Zus\u00e4tzlich k\u00f6nnen kognitive und emotionale Verzerrungen in der Risikowahrnehmung zu Verz\u00f6gerungen f\u00fchren. So kann eine Person mit Herzinsuffizienz COVID<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">\u2011<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">19-bedingte Beschwerden normalisieren, weil sie an chronische Brustschmerzen gew\u00f6hnt ist. Sie k\u00f6nnte das Risiko <\/span><a href=\"https:\/\/www.taylorfrancis.com\/chapters\/edit\/10.4324\/9780203553220-12\/defensive-denial-affect-self-regulation-health-threats-deborah-wiebe-carolyn-korbel\"><span style=\"font-weight: 400;\">verleugnen<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">, weil sie von der neuen Bedrohung \u00fcberfordert ist, oder einem <\/span><a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/nn.2949\"><span style=\"font-weight: 400;\">optimistischen Fehlschluss<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> unterliegen (\u201eMir passiert schon nichts\u201c) \u2013 besonders bei milden Symptomen zu Beginn \u2013 und somit nicht erkennen, dass sie zur Hochrisikogruppe geh\u00f6rt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Behandlungsvorbehalte sind weiterhin h\u00e4ufig: Manche Menschen misstrauen neuen Medikamenten, spielen Symptome herunter, um niemandem \u201ezur Last zu fallen\u201c, oder f\u00fchlen sich von komplexen Versorgungswegen \u00fcberfordert.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Klinisches Wissen allein schlie\u00dft diese L\u00fccke nicht. Wenn wir vermeidbare Krankenhauseinweisungen reduzieren, Patient:innen sch\u00fctzen und zugleich Versorgungskapazit\u00e4ten erhalten wollen, m\u00fcssen wir verhaltenswissenschaftliche Erkenntnisse nahtlos in die Routineversorgung integrieren. Wir m\u00fcssen den Fokus von der passiven Vermittlung medizinischer Informationen hin zur aktiven F\u00f6rderung von Verhaltens\u00e4nderungen bei Patientinnen und Patienten sowie ihren Angeh\u00f6rigen verlagern.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Durch gezielte <\/span><a href=\"https:\/\/academic.oup.com\/abm\/article-abstract\/46\/1\/81\/4563254?redirectedFrom=fulltext\"><span style=\"font-weight: 400;\">Techniken zur Verhaltens\u00e4nderung<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> (Behaviour Change Techniques) k\u00f6nnen Hochrisikopatient:innen und ihr Umfeld bef\u00e4higt werden, zu handeln, bevor Komplikationen ernst werden. Dieser proaktive Ansatz l\u00e4sst Betroffene und Angeh\u00f6rige von passiven Empfangenden zu aktiven Mitgestaltenden der eigenen Gesundheitsbeobachtung werden \u2013 und tr\u00e4gt gleichzeitig zum Schutz der Versorgungskapazit\u00e4ten bei.<\/span><\/p>\n<p><b>Empfehlungen f\u00fcr die Praxis<\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Um die Belastung durch COVID<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">\u2011<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">19<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">\u2011<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">Komplikationen zu reduzieren, integrieren Sie diese drei evidenzbasierten Techniken zur Verhaltens\u00e4nderung in Ihre Gespr\u00e4che mit Hochrisikopatient:innen sowie deren Angeh\u00f6rigen:<\/span><\/p>\n<ul>\n<li aria-level=\"1\"><b>Erarbeiten Sie gemeinsam ma\u00dfgeschneiderte Handlungspl\u00e4ne f\u00fcr Krankheitstage\u00a0<\/b><\/li>\n<\/ul>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Vermeiden Sie allgemeine Ratschl\u00e4ge wie \u201eRufen Sie an, wenn es schlimmer wird\u201c. Hochrisiko<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">\u2011<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">Patientinnen und <\/span><span style=\"font-weight: 400;\">\u2011<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">Patienten \u2013 und besonders Angeh\u00f6rige \u00e4lterer Menschen mit Delir<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">\u2011<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">Risiko \u2013 brauchen pr\u00e4zise, objektive Signale, wann sie handeln sollen.<\/span><\/p>\n<p><b>Konkrete Umsetzung<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">: Halten Sie einen konkreten Plan schriftlich fest. Definieren Sie bei respiratorischen und kognitiven Risiken klare Trigger: \u201eWenn die Sauerstoffs\u00e4ttigung unter 92<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">\u202f<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">% f\u00e4llt ODER wenn pl\u00f6tzlich Verwirrtheit auftritt und Alltagsaufgaben schwerfallen, rufen Sie sofort diese Praxis-\/Kliniknummer an.\u201c Aktivieren Sie bei Diabetes gezielt etablierte \u201eRegeln f\u00fcr Krankheitstage\u201c: Legen Sie die Messfrequenz (z.<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">\u202f<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">B. alle vier Stunden) fest und instruieren Sie, die Hausarztpraxis bzw. verordnende Stelle umgehend zu kontaktieren, um ggf. bestimmte orale Antidiabetika vor\u00fcbergehend zu pausieren (z.<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">\u202f<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">B. SGLT2<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">\u2011<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">Inhibitoren zur Vermeidung einer euglyk\u00e4mischen Ketoazidose). Stellen Sie sicher, dass Patient:innen und Angeh\u00f6rige notwendige Messger\u00e4te zu Hause sicher bedienen k\u00f6nnen.<\/span><b><\/b><\/p>\n<ul>\n<li aria-level=\"1\"><b>Personalisieren Sie das Risiko, um zeitliche Verz\u00f6gerungen zu verhindern<\/b><\/li>\n<\/ul>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Wenn Betroffene fr\u00fche antivirale Medikamente ablehnen, weil sich die Symptome \u201emild\u201c anf\u00fchlen, beziehen Sie das Risiko direkt auf die konkrete Vorerkrankung, um dessen Relevanz zu erh\u00f6hen.<\/span><\/p>\n<p><b>Konkrete Umsetzung:<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> Statt allgemein zu sagen \u201eCOVID<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">\u2011<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">19 ist gef\u00e4hrlich\u201c, machen Sie die Konsequenz pers\u00f6nlich: \u201eWeil Ihr Immunsystem geschw\u00e4cht ist, kann dieses Virus schon bei einem Halskratzen dazu f\u00fchren, dass sich eine schwere bakterielle Lungenentz\u00fcndung entwickelt. Dieses Medikament hilft, das Virus fr\u00fch zu reduzieren, bevor zus\u00e4tzliche Bakterien bleibenden Schaden anrichten k\u00f6nnen.\u201c<\/span><b><\/b><\/p>\n<ul>\n<li aria-level=\"1\"><b>Aktivieren Sie das soziale Unterst\u00fctzungssystem<\/b><\/li>\n<\/ul>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Vulnerable Menschen z\u00f6gern h\u00e4ufig, weil es anstrengend ist, krank durch das Gesundheitssystem zu navigieren \u2013 oder weil akute kognitive Einschr\u00e4nkungen sie am Handeln hindern.<\/span><\/p>\n<p><b>Konkrete Umsetzung:<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> Fragen Sie im Rahmen eines Routinetermins: \u201eWenn Ihr Test morgen positiv w\u00e4re \u2013 wer bringt Sie zur Apotheke oder zur Praxis?\u201c Bestimmen Sie eine \u201eSchl\u00fcsselperson\u201c (Familienmitglied, Nachbarin\/Nachbar) und binden Sie sie in den Aktionsplan ein. Das ist besonders wichtig bei \u00e4lteren Menschen: Wenn eine feste Bezugsperson Delir<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">\u2011<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">Anzeichen kennt, wird eine fr\u00fche Verschlechterung eher bemerkt und es kann schneller gehandelt werden \u2013 bevor systembedingte Verz\u00f6gerungen greifen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">\u00dcbersetzung von: Lisa Marie Warner &amp; Julia Gro\u00dfe<\/span><\/p>\n","protected":false},"featured_media":5170,"template":"","meta":{"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","_uf_show_specific_survey":0,"_uf_disable_surveys":false},"class_list":["post-5017","module","type-module","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"translation":{"provider":"WPGlobus","version":"3.0.5","language":"de","enabled_languages":["en","id","my","bg","zh","hr","cz","da","de","es","fr","gr","he","it","ja","kr","lv","lt","hu","nl","no","pl","pt","ro","ru","sk","sr","fi","et","sv","tr","uk","hi","sw","ta"],"languages":{"en":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"id":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"my":{"title":false,"content":false,"excerpt":false},"bg":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"zh":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"hr":{"title":false,"content":false,"excerpt":false},"cz":{"title":false,"content":false,"excerpt":false},"da":{"title":false,"content":false,"excerpt":false},"de":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"es":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"fr":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"gr":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"he":{"title":false,"content":false,"excerpt":false},"it":{"title":false,"content":false,"excerpt":false},"ja":{"title":false,"content":false,"excerpt":false},"kr":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"lv":{"title":false,"content":false,"excerpt":false},"lt":{"title":false,"content":false,"excerpt":false},"hu":{"title":false,"content":false,"excerpt":false},"nl":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"no":{"title":false,"content":false,"excerpt":false},"pl":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"pt":{"title":false,"content":false,"excerpt":false},"ro":{"title":false,"content":false,"excerpt":false},"ru":{"title":false,"content":false,"excerpt":false},"sk":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"sr":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"fi":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"et":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"sv":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"tr":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"uk":{"title":false,"content":false,"excerpt":false},"hi":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"sw":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"ta":{"title":true,"content":true,"excerpt":false}}},"aioseo_notices":[],"aioseo_head":"\n\t\t<!-- All in One SEO 5.0.1.1 - aioseo.com -->\n\t<meta name=\"description\" content=\"{:en}By David Simons, Pennsylvania State University; Ay\u015feg\u00fcl Bak\u0131r, Hacettepe University, T\u00fcrkiye; Johanna Nurmi, University of Helsinki, Finland Typically, COVID-19 is described in the past tense and solely as a respiratory infection. 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