Fear is a bad counsellor

Angst ist ein schlechter Ratgeber

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Dr. Gjalt-Jorn Peters, Open University, Niederlande

Furcht-Appelle sind eine häufig verwendete Strategie, um Verhalten zu verändern. Beispiele dafür sind die bedrohenden und furchterregenden Bilder und Nachrichten, die auf Tabakverpackungen präsent sind. Aber auch Kampagnen, die den Einsatz von Sicherheitsgurten fördern oder den (schädlichen) Substanzgebrauch reduzieren wollen, verwenden furchterregende Nachrichten. Trotz der Beliebtheit und der weit verbreiteten Verwendung dieser angsteinflössenden Methoden deutet die Forschung darauf hin, dass sie nicht unbedingt der beste Weg sind, Verhalten zu verändern oder ein Bewusstsein für das schädliche Verhalten zu wecken.

Wie ist das möglich? Sollten Individuen nicht etwa Angst vor Dingen haben, die ihrer Gesundheit schaden könnten? Sicherlich würde niemand, der die Risiken für ein schädliches Verhalten kennt, rauchen oder ohne Sicherheitsgurt fahren oder sogar Methamphetamine einnehmen, richtig? Nicht ganz…

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E-health: Zwischen Hype und Hoffnung

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Rik Crutzen, Maastricht University, The Netherlands

 

 

Heutzutage benutzt fast jede*r ständig das Internet für diverse Aktivitäten: vom Lebensmitteleinkauf bis hin zum Versenden eines lustigen Katzenbildes an Freunde am anderen Ende der Welt. Alles ist möglich. Zusätzlich wird das Internet immer häufiger für  Gesundheitsthemen genutzt – das nennt sich dann E-health.

 

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Verändert Geld wirklich alles? Wie finanzielle Anreize Gesundheitsverhalten ändern können

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Jean Adams, Centre for Diet & Activity Research, University of Cambridge

Seit Oktober letzten Jahres verlangt der Einzelhandel in Großbritannien gesetzlich 5 Penny (0.06€) pro Einweg-Plastiktüte – diese dünnen Einkaufstüten, die man dort im Supermarkt an der Kasse bekommt, um die Einkäufe nach Hause zu transportieren. Das Geld wird laut Einzelhandel für „gute Zwecke“ gespendet. In den ersten sechs Monaten nach Einführung dieser Maßnahme ging der Verbrauch dieser Plastiktüten bei den großen Supermarktketten um mehr als 90 % zurück (das sind 7 Milliarden Tüten weniger!) und mehr als 29 Millionen Pfund (32 Millionen Euro) wurden für gute Zwecke gespendet. Angesichts dieser Zahlen fällt es schwer, nicht zu dem Schluss zu kommen, dass eine kleine finanzielle Hürde einen großen Einfluss auf unser Verhalten haben kann.

 

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Sich etwas zur Gewohnheit machen: Die Wissenschaft der Gewohnheitsbildung angewandt auf das wahre Leben

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By Benjamin Gardner, King’s College London

Was ist eine „Gewohnheit“?

Warum essen wir Popcorn, während wir Filme gucken? Die Antwort besteht darin, dass Popcorn essen, für die meisten von uns, eine gewohnheitsbasierte Reaktion auf das Film gucken darstellt. Psycholog*innen definieren „gewohnheitsbasierte“ Verhalten als Handlung, welche aufgrund einer erlernten Verknüpfungen zwischen Situation (Kino) und Reaktion (Popcorn essen) automatisch abläuft.

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